|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Degussa reduzieren 15.09.2003
WGZ-Bank
Die Analysten der WGZ-Bank bewerten die Aktie von Degussa (ISIN DE0005421903 / WKN 542190) unverändert mit "reduzieren".
Degussa habe für das erste Halbjahr des laufenden Jahres enttäuschende Ergebnisse gemeldet, die Markterwartungen seien deutlich verfehlt worden: Umsatz 5,765 Mrd. EUR (-3%), EBITDA 814 Mio. EUR (-9%), EBIT 425 Mio. EUR (-9%) und Konzernüberschuss 119 Mio. EUR (über 100%). Ähnlich den Wettbewerbern habe sich das Unternehmen dem Markt- und Wettbewerbsumfeld - konjunkturelle Schwäche, Nachfragerückgang, steigende Energie- und Rohstoffpreise und negative Währungseffekte - nicht entziehen können. Dies spiegele sich u.a. in den auf Konzernebene rückläufigen Margen für EBIT auf 7,4% (7,9%) und EBITDA auf 14,1% (15,1%) wider. Ferner sei der Ausblick revidiert worden, Degussa erwarte nun die Vergleichszahlen zum Vorjahr bei Umsatz, EBIT sowie Betriebsergebnis im einstelligen Prozentbereich zu verfehlen.
Mit dem Ablauf des Übernahmeangebotes und Beendigung der juristischen Auseinandersetzungen sei Degussa innerhalb einer größeren Neuordnung der Geschäfte des Energieriesen E.ON sowie der Ruhrkohle AG (RAG) als Tauschobjekt (Ruhrgas) benutzt und im Rahmen eines Vertragsgeflechts übernommen worden.
Die langfristigen Perspektiven im Hinblick auf finanzielle Lage, Marktanteile und Zielmärkte sowie Wachstumschancen seien positiv bzw. aussichtsreich. Bis spätestens Ende 2004 sollten die finanziellen Zielvorgaben, u.a. EBITDA-Marge 20%, erreicht werden. Kurz bis mittelfristig jedoch seien die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr deutlich revidiert worden, zudem würden gerichtliche Vergleichszahlungen als Sonderkosten anfallen. Eine weitere Kürzung der Investitionen auf unter 950 Mio. EUR (2002: 1,001 Mrd. EUR; 2001: 1,269 Mrd. EUR) und ergänzende Kostensenkungen würden im Vordergrund stehen.
Weiterhin belaste die aktuelle Eigentümerstruktur und der kommende Abgabedruck seitens des Großaktionärs E.ON. Zum jetzigen Zeitpunkt sei die Bewertung, infolge einschneidender unternehmensspezifischer Sonderfaktoren, schwierig. Der Peer-Group-Vergleich sei nach Erachten der Analysten hier nicht aussagefähig. Das Ertragswertmodell ergebe einen möglichen Wert von 29 EUR je Aktie, den man aber aufgrund der beschriebenen Faktoren für nicht erzielbar halte und daher mit einem Abschlag von rund 15% versehe.
Die Analysten der WGZ-Bank erkennen aktuell kein Kurspotenzial und bestätigen ihr Anlageurteil "reduzieren", bei einem Kursziel von 25 EUR.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|